Abenberger Klosterareal
Erstelldatum31.01.2026
Abenberger Klosterareal, weiterführende Informationen
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
es werden einige Behauptungen geäußert, die offenbar den Eindruck erwecken sollen, dass die Stadtspitze, namentlich Susanne König als Erste Bürgermeisterin und Anton Friedrich als stellvertretender Bürgermeister, die Zukunftsentwicklungen für das Abenberger Klosterareal negativ beein-flusst hätten.
Dieser Text stellt im Folgenden die Gegebenheiten und Ereignisse zum Thema Klosterareal dar:
Die Ordensschwestern machen sich seit vielen Jahren Gedanken über die Zukunft ihres Klosterareals. In den vergangenen Jahrzehnten gab es bereits einige Gespräch mit möglichen Investoren, die jedoch alle Abstand von der Entwicklung des Areals genommen hatten. Zu Beginn des Jahres 2023 trat ein Investor hervor, ein Bauunternehmen. Dieses Unternehmen präsentierte Ideen, die auf den ersten Blick interessant erschienen. Allerdings machte der Investor deutlich, dass der Erhalt der Mädchenrealschule nicht in seinem Interesse liegen würde und er machte auch deutlich, dass er nach der Entwicklung des Areals, dieses zum überwiegenden Teil weiterverkaufen würde, auch an unterschiedliche Interessenten. Die Klosterschwestern machten deutlich, dass sie einen Verkauf des Areals an diesen Investor befürworten würden.
Fast zeitgleich kam ein größerer, professionell agierender Bildungsträger auf die Stadt Abenberg und die Klosterschwestern zu, der Ideen vorlegte, den Schulstandort auszubauen und die Option eröffnete, in Kooperation mit Trägern von seniorenspezifischen Einrichtungen und Kindergartenträgern das Klosterareal entwickeln zu wollen.
Seitens der Stadt Abenberg wurde daraufhin zu einem gemeinsamen Gesprächstermin eingeladen, der Ende des Jahres 2023 stattfand. Dieser wurde durch einen externen Mediator professionell moderiert. Alle Beteiligten saßen an einem Tisch, d. h. Vertreter des Investors, des Bildungsträgers, der Kath. Kirchenstiftung, der Diözese Eichstätt, des Landratsamts Roth und der Stadt Abenberg. Ziel war es, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, wie das Klosterareal zukünftig genutzt und finanziell tragfähig bewirtschaftet werden könnte.
Dieser umfangreiche Gesprächstermin führte leider zu keiner Lösung, d. h. es wurde zum einen deutlich, dass eine Kooperation zwischen Investor und Bildungsträger nicht möglich bzw. nicht gewünscht ist. Leider zog sich der Bildungsträger zurück, da sich die Klosterschwestern an einer weiteren Annäherung mit ihm nicht interessiert zeigten.
Die Stadt Abenberg hat den Investor daraufhin mehrfach hingewiesen, dass er in einem nächsten Schritt in einem Termin mit der Bauverwaltung der Stadt Abenberg und dem Landratsamt Roth seine Ideen konkretisieren möge. Somit wäre es dann möglich gewesen, die notwendigen Schritte mit Blick auf ein Bauleitplanverfahren, welches für dieses Areal nötig ist, in die Wege zu leiten. Die Konkre-tisierung der Ideen wäre die Basis gewesen, damit das Thema im Rahmen einer Stadtratssitzung hätte konkret besprochen werden können. Der Investor ist allerdings leider nie konkret geworden.
Die Vertreter der Stadt Abenberg, Susanne König und Anton Friedrich, sind daraufhin aktiv geworden, um zumindest den Erhalt der Mädchenrealschule sicherzustellen. Eine Realschule im Ort zu haben, die sich ggf. auch noch koedukativ und zweizügig entwickeln könnte, ist für eine Kommune ein wichtiger Standortfaktor. Sehr zügig traten unterschiedliche Akteure auf, die sich für den Erhalt der Mädchen-realschule stark machten, u. a. auch der CSU-Landtagsabgeordnete Volker Bauer.
Die Klosterschwestern hatten sich in der Zwischenzeit dazu entschieden, sich künftig von einer Immobilienvermarktungsgesellschaft, der Firma PRO SECUR, vertreten zu lassen. Ein nach-vollziehbarer Schritt, da die Erstellung eines Nutzungskonzeptes und die Vermarktung einer solch großen Immobilie eine gewisse Fachexpertise im immobilienwirtschaftlichen Bereich erfordert.
Die Klosterschwestern haben sich im Übrigen leider nicht dazu bereit erklärt, den Mietvertrag für die Mädchenrealschule zu verlängern. Der Träger der Schule, die Diözese Eichstätt, hat deshalb die Schließung der Schule spätestens Ende 2029 bzw. die Beendigung des Schulbetriebs spätestens mit Ende des Schuljahres 2029/30 beschlossen und dementsprechend kommuniziert.
Die Stadt Abenberg ist nicht Eigentümer des Areals, sondern tritt als konstruktiver, lösungsortierter Partner auf, der einen Beitrag zu einer guten Entwicklung des Areals leisten will. Wir sind, wie bisher auch und selbstverständlich auch weiterhin daran interessiert, mit Investoren ins Gespräch zu gehen, die Türen stehen offen. Zudem galt bzw. gilt es, Fördergelder zu sichern, die an mögliche Investoren weitergegeben werden können. Um dies zu erreichen, haben wir seitens der Stadt Abenberg, in Abstimmung mit dem Stadtratsgremium, im Rahmen des ISEKs das Handlungsfeld Klosterareal definiert, um so mögliche Fördergelder an zukünftige Investoren weitergeben zu können.
